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Storage Know-how
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Storage Know-how – Info rund um unsere Storage-Systeme

Auch die beste Hochverfügbarkeit von Storagelösungen schützt nicht vor Datenverlust: Werden Daten versehentlich gelöscht, überschrieben, oder – noch schlimmer – durch Ransomware verschlüsselt hilft auch keine Redundanz. Denn dann betrifft das auch die gespiegelten Daten.

Generell werden zwei Arten von Backup unterschieden: Backup to Tape und Backup to Disk.

Backup to Tape

Traditionell werden Backups auf Magnetbänder (heute meist im LTO Format) geschrieben. Der Vorteil: Die Bänder können bei korrekten Lagerbedingungen, wie Luftfeuchtigkeit und Temperatur, bis zu 30 Jahre gelagert werden. Sie sind, wenn sicher ausgelagert, vor Veränderung geschützt, sparen Strom und sind bei großen Kapazitäten billiger als Disks.

Allerdings sind sie, wenn es darum geht, die Daten wiederherzustellen, langsam: Das Recovery dauert bei großen Datenmengen u.U. mehrere Tage. Auch die Wiederherstellung einzelner Dateien ist langwierig. Zwar gibt es mittlerweile auch LTO mit eigenem Filesystem, aber auch dann ist die Latenz sehr hoch, da das Band zur betreffenden Stelle spulen muss.

Daher wird Backup to Disk heute üblicherweise zur Langzeitarchivierung bzw. als zweite Backupstufe hinter einem aktuellen Plattenbackup verwendet.

Backup to Disk

Backupsoftware unterstützt in der Regel auch das Sichern der Dateien auf Festplatten oder SSDs, als virtuelle Tapes (was letztlich große Dateien sind, die wie Tapes verwaltet werden) oder, häufiger, als Backupdateien flexibler Größe in einem normalen Filesystem.

Backup to Disk ist durch den wahlfreien Zugriff auf die Daten wesentlich schneller, allerdings entsprechend teurer in der Anschaffung und in den Betriebskosten.

Gerade beim Backup virtueller Maschinen (VMs) kann der wahlfreie Zugriff ein wesentlicher Vorteil sein: Softwarehersteller wie Veeam unterstützen „Instant Recovery“, bei dem eine virtuelle Maschine direkt aus dem Backup gestartet wird. So sind die Daten in Minuten wieder verfügbar. Voraussetzung dafür ist die Verwendung von hochdrehenden Platten oder besser SSDs.

Vollbackup / Inkrementelles Backup

Jeden Tag ein Vollbackup zu machen ist aufwendig und erfordert viel Speicherplatz. Daher wird im Allgemeinen nur ab und zu (beispielsweise am Wochenende) ein Vollbackup gemacht. Die weiteren Backups sind dann inkrementell, d.h. nur die veränderten Daten werden gesichert. Aus dem Vollbackup und den Inkrementellen Backups kann dann der Datenstand zu einem Zeitpunkt rekonstruiert werden. Einige Softwares bieten auch die Möglichkeit, aus einem Vollbackup und den seitherigen inkrementellen Backups ein neues Vollbackup selbständig zu erstellen, so dass die Daten nicht noch einmal komplett gesichert werden müssen (Backupkonsolidierung)

Backupstrategien

Eine geeignete Backupstrategie ist wesentlich, um einerseits die benötigte Kapazität so niedrig wie möglich zu halten, andererseits aber für den Notfall auch ältere Datenstände verfügbar zu halten. Beispielsweise macht man einmal pro Woche ein Vollbackup, täglich dazu ein inkrementell